Willkommen auf meiner
MONOSIDE

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Mike Ewen: ''Musik liegt mir im Blut!''
(Wenn ich zu lange sitze, schläft mein linkes Bein ein.)

Ich brauche eine Prostituierte nur, um ihr was zu erzählen. Nach dem Einatmen kommt Kreativität. Ich bin Multipel, dreiarmig und wach wie die Sau! Ich hoffe mein Herz ist das auch. Denn ansonsten sag ich jetzt schon mal ‘‘Au Re Vi Der Schie‘‘ (zwischen den Pausen habe ich geklatscht). Gar nicht so einfach.. PS.: “Herzlich“ fehlte noch vor willkommen auf meiner Monoside!

Wie die Musik zu mir kam.
Oder ich zu ihr..?

Die Schaukel die sich dreht. Und dann ständig dieses nananananan.. Die Rede ist von “The Memory Remains“ (ja ja, die Erinnerung bleibt) von der Band “Sie wissen schon wie sie heißt“. Veröffentlicht wurde dieses Lied 1997. Irgendwann zu dieser Zeit lag ich um Mitternacht wach und konnte nicht einschlafen. Warum musste da ausgerechnet dieser Song auf MTv laufen? Dieser Song und die Band haben mich so fasziniert. Was wäre passiert, hätte ich zu jener Nacht den Schönheitsschlaf meines Lebens gehalten? Ich wäre wahrscheinlich ein Model geworden. Anscheinend war das der erste Fehler. Total infiziert von einer Band, die mal mit langen Haaren populär geworden ist. Einige Wochen später hatte ich dann diese besagte Klassenfahrt. Alle zusammen auf einem Haufen und ausgerechnet einer aus diesem Haufen konnte Gitarre spielen. Er spielte nicht mal gut. Zwei Akkorde.. Ich glaub es war A-Dur E-Moll!? Völlig faszinierend (da, schonwieder dieses Wort) nahm ich meine 5 DM um meine Eltern über ein Münztelefon anzurufen. Ja, zu der damaligen Zeit, war nicht einmal (oder zweimal) an Smartphones überhaupt zu denken.

Jedenfalls, nachdem meine Mutter abgenommen hatte und meine ersten Worte ‘‘Mutti ich wünsche mir eine Gitarre..!‘‘ hörte, war alles um mich herum wie ausgeblendet. “Nein, eine Gitarre kaufe ich dir nicht, du kleiner Bastard.“ Diese Antwort schwirrte mir zu mindestens nicht nur dreimal durch den Kopf. Aber sie sagte: “Ja! Wenn du wieder zu Hause bist, gehen wir mal in so einen Laden wo es Gitarren gibt und schauen mal ob etwas für dich dabei ist.“ Ich war so mega glücklich. Glücklich wie ein glückliches Kind, wenn dass was Gutes bedeutet. Und ja, anscheinend war das Fehler Nummer zwei in meinem Leben. Da die Klassenfahrt 5 Tage ging und jeder verdammte Tag mir wie eine Ewigkeit vorkam (man merke: ich habe gleich am ersten Tag angerufen) spielte ich mit Jonathan und Christian in der weiß gewordenen Winterlandschaft. Tag ein, Tag aus..!

Die Abreiße stand nun endlich bevor. Nie wieder mit den beiden, sondern bald mit einer Gitarre spielen. Das kann nur besser werden. Endlich zu Hause angekommen, ging es gleich mit meiner Mutti in ein Musikalienhandel. Das Geschäft hieß damals noch Musikhaus Koch. Heute bekannt als J&M Musikland (unzählige Gitarren habe ich bei euch gekauft.. wo ist der Bonus???). Jedenfalls betraten wir das Geschäft und da stand sie nun. Meine zukünftige Braut. Ein Wahnsinns-Body, Saiten aus Stahl, eine Kopfplatte wie.. es war eine Billig Strat von der Firma Vision (heute hängt sie im Garten bei meinen Eltern herum).

Zu Hause angekommen spielte ich sinnlos drauf los. Irgendwas, was mir ein viel, keine Ahnung..! A, A, H, H, D, D, wahnsinn, Gitarre, einfach nur geil!!! Peter Bursch war später mein Lehrmeister für den Anfang. Man konnte auf den ersten Seiten (des Buches wohlgemerkt) die Akkorde lernen. Ich spielte nur die Leersaite. Hat ja gereicht. Geil, Gitarre!!! Jedoch brachte mich seine nervige Stimme relativ schnell zu anderen Gitarren-Lehrbüchern. Die E-Gitarre von Volkmar Kramarz. In diesem Buch konnte man sein Instrument wirklich kennen lernen und “Stairway To Heaven, Still Got The Blues und Whola Lotta Love“ war nun wirklich was für mich. Was für ein genialer Song. Die Gitarre fing an mich zu beherrschen und ich ließ stark nach in der Schule. Ganz ehrlich: “es gibt nun wirklich wichtigeres im Leben.“ Tage und Nächte verbrachte ich mit meiner neuen Fichte. Sie war mein ein und alles. Was mir dieses Instrument noch bedeuten sollte, wurde mir erst einige Zeit später bewusst.

Im Januar 2000 starb mein Onkel überraschend an den folgen eines schweren Autounfalls. Es war das erste mal, dass ich vor lauter Trauer nicht wusste was mit mir los war. Ich hatte ein gutes Verhältnis zu meinem Onkel. Die hälfte meiner Kindheit verbrachte ich bei meinem Cousin. Wir hatten viel unternommen und jede Menge Spaß. In der Zeit spielte ich viel Gitarre und mekrta dabei, dass wenn ich das tue, ich keinen Gedanken an irgendwas verschwende. Weder positiv, noch negativ. Es war wie eine riesige leere. Alles um mich herum wurde stumm und ich fühlte mich zeitlos.

 

Die ersten Band's

Welch eine verrückte Zeitreise das jetzt doch schon ist. Man sollte es nicht glauben, aber Monoside ist nicht das erste Projekt von Mike Ewen und wird wahrscheinlich auch nicht das letzte sein. Die frühen Anfänge findest du unter dem Band-Reiter. “Das ist echt Wahnsinn, dass es mich in den Wahnsinn treibt!“ Klick einfach auf –> BANDS